Corona-Verordnung für Musikvereine

Corona-Verordnung für Musikvereine / Stand 03.06.2020

Liebe Verbands- und Vereinsverantwortliche im BDB,

liebe Musikerinnen und Musiker,

die neue „CoronaVO Veranstaltungen“ sowie die aktuellen Hinweise des Wissenschaftsministeriums BW stellen unseren Musikvereinen endlich wieder in Aussicht, die Probenarbeit und die Veranstaltungsplanung aufzunehmen.

Dies ist ein sehr wichtiges Zeichen für unsere Musikvereine und die vielen Ensembles im BDB. Es macht Mut und stellt neue Ziele in Aussicht.

Auch wenn unsere Freude über diese Lockerung sehr groß ist, müssen wir jedoch weiterhin zusammenhalten und einige Regularien erfüllen.

Hierbei unterstützt Sie der BDB so umfangreich wie möglich.

Ich bitte Sie, die Vorgaben des Landes BW umzusetzen und die Hinweise des BDB zu berücksichtigen. Der BDB wird alle Vereine mit einem entsprechenden Corona-Musterhygienekonzept unterstützen.

So sind Proben und Aufführungen unter folgenden Vorschriften wieder erlaubt:

  • Es sollte in möglichst großen Räumen geprobt werden. Die Mindestraumgröße ergibt sich aus der Einhaltung der Abstandsregel (1,5m)
  • Die Anzahl der Musikerinnen und Musikern wird durch die Größe des Raumes (Fläche) limitiert. 
  • Die Raumhöhe sollte so hoch wie möglich sein.  
  • Die Abstandsvorschriften von 1,5m sind für alle Musikerinnen und Musiker sowie Zuhörer/Gäste einzuhalten.
  • Es sind Veranstaltung zulässig, wenn an ihr weniger als 100 Personen (Besucher/Gäste) teilnehmen. Bei der Bemessung der Teilnehmerzahl bleiben die Musikerinnen und Musiker, sonstige Mitwirkende sowie das technische und künstlerische Personal außer Betracht.
  • Bei Proben in geschlossenen Räumen sollte alle 15 Minuten gelüftet oder mit offenen Fenstern, Türen geprobt werden.
  • Outdoor: Sofern die Möglichkeit besteht, Proben auf nicht-öffentlichen Freiflächen durchzuführen (zum Beispiel in Innenhöfen von Kultureinrichtungen, in privaten Gärten, nicht aber in kommunalen Parks oder auf öffentlichen Plätzen), sollte davon Gebrauch gemacht werden.
  • Jeder Musikverein muss ein Hygienekonzept erstellen, welches insbesondere die Gefährdung der Bläser berücksichtigt. Dieses muss für Aufführungen und Proben sowie für Gäste und Musiker gleichermaßen definiert werden.
  • Die für den Arbeitsschutz geltende branchenspezifische Handlungshilfe der VBG Verwaltungs-Berufsgenossenschaft „SARS-CoV-2- Arbeitsschutzstandard – Empfehlungen für die Branche Bühnen und Studios“ können hilfreich sein.
  • Bezüglich der Mitwirkenden besteht insbesondere beim Gesang und bei der Blasmusik eine besondere Gefährdungslage, die im Hygienekonzept unbedingt berücksichtigt werden muss. Hierzu wird insbesondere auf die Risikoeinschätzung des Freiburger Instituts für Musikermedizin (Universitätsklinikum Freiburg) vom 19.05.2020 hingewiesen.
  • Das Hygienekonzept muss den zuständigen Behörden auf Verlangen vorgezeigt werden.
  • Der Veranstalter hat folgende Daten der Besucher zu erheben: Name, Adresse, Telefonnummer

Wichtig:

Der BDB wird ein Musterhygienekonzept für alle BDB-Vereine und Ensembles bis Freitag 05.06.2020, 20.00 Uhr erstellen und zur Verfügung stellen. Bitte warten Sie bis dahin ab.
Wir stehen aktuell an einem entscheidenden Wendepunkt unserer Vereinsaktivitäten und können zur Sicherheit der Mitglieder, Förderer und Konzertbesucher bei konsequenter und verlässlicher Umsetzung der Vorschriften die Risiken enorm minimieren. Helfe Sie weiterhin alle mit!

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Ihr Dr. Patrick Rapp MdL
BDB-Präsident